{"id":283,"date":"2013-05-26T21:58:05","date_gmt":"2013-05-26T19:58:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.riecker.eu\/blog\/?p=283"},"modified":"2013-05-28T00:22:13","modified_gmt":"2013-05-27T22:22:13","slug":"nur-noch-ein-reiseblog","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.riecker.eu\/blog\/kanada\/nur-noch-ein-reiseblog\/","title":{"rendered":"&#8230;nur noch ein Reiseblog&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Ja, irgendwie l\u00c3\u00a4sst der Alltag das regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ige bloggen (zumindest f\u00c3\u00bcr mich) unwichtig erscheinen&#8230; Da ich nun aber mal wieder etwas l\u00c3\u00a4nger Urlaub hab, habe ich beschlossen, mal wieder was \u00c3\u00bcber eine meiner Reise zu bloggen&#8230; Dieses Mal hat es mich nach Kanada verschlagen&#8230;<\/p>\n<p>Zuerst ging es letzten Samstag von Stuttgart \u00c3\u00bcber London nach Toronto, wo meine Schwester <a href=\"http:\/\/www.norariecker.de\" target=\"_blank\">Nora<\/a> zwei Semester studiert hat. Schon beim Check-In in Stuttgart war alles \u00e2\u20ac\u017ewie Gewohnt\u00e2\u20ac\u0153&#8230; Die Dame scheint sich an mich erinnert zu haben (aus meiner Zeit monatlicher Fl\u00c3\u00bcge STR-LHR), zumindest meinte sie, sie br\u00c3\u00a4uchte mir ja keine Umsteiger-Infos f\u00c3\u00bcr Heathrow geben, was ich dann best\u00c3\u00a4tigt hatte&#8230;<\/p>\n<p>Beim Landeanflug auf London war es auch alles wie gewohnt, au\u00c3\u0178er dass die (bzw. mehrere) gew\u00c3\u00b6hnliche\u00c2\u00a0 im North-East-London holding pattern direkt \u00c3\u00bcbergangen wurde und wir direkt \u00c3\u00bcber Clapham Junction, Richmond Park, Twickenham Rugby Stadium auf der S\u00c3\u00bcdbahn in Heathrow angeflogen sind (der deutsche Biergarten \u00e2\u20ac\u017eSteins\u00e2\u20ac\u0153 in Richmond hatte scheinbar noch geschlossen, zumindest war er aus dem Flieger nicht erkennbar&#8230;)<\/p>\n<p>In Terminal 5 bin ich dann zum ersten Mal nicht durch die Passkontrolle ins Vereinigte K\u00c3\u00b6nigreich eingereist sondern nur im Transit-Bereich umgestiegen (evtl. w\u00c3\u00a4re aber eine Ein- mit anschlie\u00c3\u0178ender Ausreise schneller gewesen)&#8230; Nachdem auch in Terminal 5 die Sicherheitskontrolle passiert war, stand die schwierige Entscheidung an, wie man die restlichen knapp 4 Stunden verbringen sollte&#8230; Ich entschied mich, aus guter Tradition, f\u00c3\u00bcr ein japanisches Mahl im Wagamama, ein \u00e2\u20ac\u017eRamen-Restaurant\u00e2\u20ac\u0153 mit Blick auf das Vorfeld zwischen Terminal 5 und dem B-Dock, welches auch zu Terminal 5 geh\u00c3\u00b6rt, aber nur per U-Bahn erreicht werden kann. Das Mahl war vorz\u00c3\u00bcglich und wurde wie \u00c3\u00bcblich durch ein \u00e2\u20ac\u017eCoconut Reika\u00e2\u20ac\u0153 gekr\u00c3\u00b6nt (Kokoseis mit Maracuja-Sauce, sowie Kokosraspeln)&#8230; Kurz vor vier ging es dann ans Boarding f\u00c3\u00bcr BA084 nach Toronto. Der Flug verging angenehm, das Entertainment-System von BA reicht zwar nicht an Singapore Airlines heran, ist aber auch nicht zu verachten. Neben einigen Serien (Folge 1 der aktuellen Top Gear-Staffel, Big Bang Theory, &#8230;) habe ich mir dann auch noch \u00e2\u20ac\u017eA good day to DIE HARD\u00e2\u20ac\u0153 angeschaut&#8230; Nettes Krawumm-Kino, zum Zeitvertreib auf einem Transatlantikflug gerade passend&#8230;<\/p>\n<p>Nach insgesamt 16h Reise (ab Kirchheim) kam ich dann doch etwas ger\u00c3\u00a4dert in Toronto an und war dann recht froh, mich im Hotel nach einem schnellen Bier und ein paar Fritten in einer etwas \u00e2\u20ac\u017ehipsterigen\u00e2\u20ac\u0153 Bar ums Eck ins Bett packen zu k\u00c3\u00b6nnen.<\/p>\n<p>Sonntags stand dann das \u00e2\u20ac\u017e\u00c3\u00bcbliche Touristen-Programm\u00e2\u20ac\u0153 mit CN-Tower und Toronto Islands (sch\u00c3\u00b6ner Blick auf die Skyline Torontos) auf dem Programm&#8230;<\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholderngg_shortcode_1_placeholderngg_shortcode_2_placeholderngg_shortcode_3_placeholder<\/p>\n<p>Montags war dann kanadischer Feiertag (Victoria Day zum Gedenken an die entsprechender britische Herrscherin) welcher genutzt wurde, um per Mietwagen an die Niagara-F\u00c3\u00a4lle zu kommen (der Inhalt von 1 Million Badewannen f\u00c3\u00a4llt dort sek\u00c3\u00bcndlich in die Tiefe) und die Wineries der Ontario Winelands (Niagara Peninsula) auszuprobieren. Die dortigen Weine waren qualtit\u00c3\u00a4tstechnisch sehr unterschiedlich, auch recht interessant waren die unterschiedlichen Anbaumethoden im Vergleich zum W\u00c3\u00bcrttemberger Wein. Nach der R\u00c3\u00bcckkehr gab es dann noch im portugiesischen Viertel \u00e2\u20ac\u017eFrango piri-piri con batatas fritas\u00e2\u20ac\u0153, portugiesischem Fernsehprogramm und einem Haufen Portugiesen (Toronto hat eine relativ gro\u00c3\u0178e und lebhafte portugiesische Community).<\/p>\n<p>ngg_shortcode_4_placeholderngg_shortcode_5_placeholder<\/p>\n<p>Dienstags standen dann die St. Lawrence Markets sowie der Distillery District auf dem Programm. Erstgenannter ist angeblich der beste Lebensmittelmarkt weltweit \u00e2\u20ac\u201c definitiv Kanadas \u00e2\u20ac\u201c aber deutlich kleiner wie beispielsweise der Borough Market in der N\u00c3\u00a4he von London Bridge Station in der Londoner Southbank. Der Distillery District war einstmals die gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178te kanadische Schnapsbrennerei und wurde in den letzten Jahren neu belebt mit Kunstzentren, kleinen Boutiquen, einer Micro-Brewery und einigen kleinen Bars und sonstigen L\u00c3\u00a4den.<\/p>\nngg_shortcode_6_placeholder\n<p>Mittwochs ging es dann zuerst in die Hockey Hall of Fame, wobei in Kanada mit Hockey nicht die \u00e2\u20ac\u017eSommersportart\u00e2\u20ac\u0153 sondern Eishockey gemeint ist. Dort werden etliche Spieler, Trainer und Funktion\u00c3\u00a4re der Sportart geehrt, sowie die Klubs der NHL sowie deren Feeder-Teams vorgestellt. \u00c3\u0153berraschenderweise wurden dort auch einige Deutsche geehrt, aber mir war keiner davon bekannt&#8230; Dazu gab es dann auch noch einige interessante Aktivit\u00c3\u00a4ten f\u00c3\u00bcr junges Publikum (Kommentiere ein Hockey-Spiel und lass dir die Aufzeichnung zusammen mit dem Video per Email zustellen, lasse dich von einer Puck-Maschine beschie\u00c3\u0178en, w\u00c3\u00a4hrend du versuchst ein Hockey-Tor zu verhindern, oder versuche an einem virtuellen Torwart vorbei einen Puck ins Netz zu schie\u00c3\u0178en). Zu guter Letzt kann man dann auch noch den Original \u00e2\u20ac\u017eStanley-Cup\u00e2\u20ac\u0153 bewundern und anfassen \u00e2\u20ac\u201c bevor man obligatorisch durch den Shop das Museum verlassen kann&#8230;<\/p>\nngg_shortcode_7_placeholder\n<p>Anschlie\u00c3\u0178end gings nach Chinatown, wo man sehr g\u00c3\u00bcnstig einkaufen und chinesisch Essen kann (welch Wunder&#8230;). Anschlie\u00c3\u0178end ging es weiter ins \u00e2\u20ac\u017eHippie-Viertel\u00e2\u20ac\u0153 Kensington Markets wo der \u00e2\u20ac\u017ebest coffee in town\u00e2\u20ac\u0153 angeboten wurde, welches ich aber nicht best\u00c3\u00a4tigen kann, da ich mich an Eistee hielt. Mit der Stra\u00c3\u0178enbahn (in Toronto Street Car genannt), ging es dann noch anschlie\u00c3\u0178end durch die Stadt bis zur Endstation und zur\u00c3\u00bcck zum Hotel. Abends ging es dann auf die Yonge-Street (l\u00c3\u00a4ngste Stra\u00c3\u0178e der Welt, 1896km lang) wo eine weitere Microbrewery aufgesucht wurde, die aus dem franz\u00c3\u00b6sisch-sprachigen Quebec stammt und es mittlerweile auch in Frankreich gibt \u00e2\u20ac\u201c genannt \u00e2\u20ac\u017e3 brasseurs\u00e2\u20ac\u0153.<\/p>\n<p>Donnerstags wurde dann noch das Parlament Ontarios von au\u00c3\u0178en besichtigt, \u00c3\u00bcber den Uni-Campus gegangen und am Royal Ontario Museum vorbei ins Studentenviertel Bloor marschiert. Am fr\u00c3\u00bchen Abend ging es dann zur Union Station Toronto, wo der Check-In f\u00c3\u00bcr den bekanntesten Zug Kanadas, den \u00e2\u20ac\u017eCanadian\u00e2\u20ac\u0153 stattfand. Nachdem das Gro\u00c3\u0178gep\u00c3\u00a4ck abgegeben war hat man in der Lounge platzgenommen, wo bei freien Softdrinks, Kaffee, Tee und WLAN (gaaanz wichtig!) das Boarding abgewartet wurde.<\/p>\n<p>Eine halbe Stunde vor Abfahrt wurde dann zum Boarding aufgerufen und der Zug wurde bereitgestellt. Da mein Wagen (\u00e2\u20ac\u017eFraser Manor\u00e2\u20ac\u0153) direkt an der Rolltreppe stand, musste ich auch nicht allzu weit durch den inzwischen einsetzenden Regen&#8230; Nachdem das Abteil bezogen war, ging es in den Dome Car, wo es einen Begr\u00c3\u00bc\u00c3\u0178ungs-Champagner gab.<\/p>\n<p>Nun einige Fakten zum Zug&#8230; Die 23 Wagen (Baujahre 1954-1956) werden von zwei HPA-30-Lokomotiven gezogen. Dem Gep\u00c3\u00a4ckwagen folgen zuerst die beiden \u00e2\u20ac\u017eCoach-Class\u00e2\u20ac\u0153-Sitzwagen sowie der erste Dome Car f\u00c3\u00bcr die Reisenden, die die Reise komplett im Sitzen verbringen (auch \u00c3\u00bcber Nacht). Im Anschluss daran folgt der erste Dining Car welcher wiederum vom ersten Dome Car der Sleeper Class gefolgt wird. In diesem finden auch verschiedene Programmpunkte (Beertasting, Winetasting, Movies, Live-Musik) statt. Daran anschlie\u00c3\u0178end folgen etliche Schlafwagen, wobei mein Abteil im vierten Schlafwagen hinter dem Dome Car ist \u00e2\u20ac\u201c bei sich bewegendem Zug ist es nicht ganz einfach, durch die engen G\u00c3\u00a4nge zu laufen, insbesondere wenn jemand entgegenkommt. Weiter hinten im Zug kommen neben Schlafwagen auch nochmal ein Restaurant, ein Dome Car und am Ende des Zuges der Park Car, welcher eine tolle Lounge am Zugende mit Blick auf die eben zur\u00c3\u00bcckgelegte Strecke hat.<\/p>\n<p>ngg_shortcode_8_placeholderngg_shortcode_9_placeholderngg_shortcode_10_placeholder<\/p>\n<p>Den gesamten Freitag ging es dann durch die beinahe endlosen Weiten Ontarios, wobei von Zivilisation \u00c3\u00bcber weite Strecken kaum etwas zu sehen war \u00e2\u20ac\u201c abgesehen von einigen wenigen Stopps in Siedlungen wie Capreol oder Hornepayne. Teilweise wurde auch \u00e2\u20ac\u017ein the middle of nowhere\u00e2\u20ac\u0153 gehalten, da man bei entsprechender Voranmeldung an jedem Meilenpfosten unterwegs aus- oder zusteigen kann. Einige St\u00c3\u00a4dter nutzen diese M\u00c3\u00b6glichkeit, um mit einem Kanu im Gep\u00c3\u00a4ckwagen zu einer Tour in die Wildnis zu kommen.<\/p>\nngg_shortcode_11_placeholder\n<p>In der zweiten Nacht wurde dann die Grenze zu Manitoba \u00c3\u00bcberschritten (durch die Zeitumstellung konnte man dann eine Stunde l\u00c3\u00a4nger schlafen) und gegen halb acht wurde die dortige Hauptstadt Winnipeg erreicht. Dort hat der Zug ungef\u00c3\u00a4hr vier Stunden Aufenthalt, welche f\u00c3\u00bcr einen Stadtbummel genutzt werden kann.<\/p>\nngg_shortcode_12_placeholder\n<p>Gegen Mittag verl\u00c3\u00a4sst der Zug dann Winnipeg, um dem Assiniboine-Fluss zu folgen und nach ca. 5 Stunden Fahrt die Grenze zum Bundesstaat Sasketchewan zu erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, irgendwie l\u00c3\u00a4sst der Alltag das regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ige bloggen (zumindest f\u00c3\u00bcr mich) unwichtig erscheinen&#8230; Da ich nun aber mal wieder etwas l\u00c3\u00a4nger Urlaub hab, habe ich beschlossen, mal wieder was \u00c3\u00bcber eine meiner Reise zu bloggen&#8230; Dieses Mal hat es mich nach Kanada verschlagen&#8230; Zuerst ging es letzten Samstag von Stuttgart \u00c3\u00bcber London nach Toronto, wo [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[],"class_list":["post-283","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kanada"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.riecker.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/283","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.riecker.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.riecker.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.riecker.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.riecker.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=283"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.riecker.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/283\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":290,"href":"https:\/\/www.riecker.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/283\/revisions\/290"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.riecker.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=283"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.riecker.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=283"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.riecker.eu\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=283"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}